STRUKTURFORMEL
MEDIZINISCHE INFOS IM ÜBERBLICK
Freiname Vardenafil
Rezeptpflichtig Ja
Klasse PDE-5-Hemmer
CAS-Nummer 224785-90-4
PubChem 110634
ATC-Code G04BE09
DrugBank DB00862
Kurze Beschreibung farbloser Feststoff
Levitra 20mg Anwendung

Was ist Levitra?

Die erektile Dysfunktion kommt ziemlich häufig vor. Die Häufigkeit dieser Sexualstörung in der männlichen Bevölkerung hängt vom Alter der Männer ab. Erektionsstörungen bei 30-jährigen Männern werden in 16 Prozent der Fälle beobachtet. Unter den 40-jährigen Männern gibt es 39 Prozent der Fälle. 67 Prozent der 50-jährigen Männer haben eine erektile Dysfunktion. Unter den 70-jährigen sind 83 Prozent unfähig, eine Erektion zu bekommen. Die Ursachen für Störungen der Erektionsfähigkeit sind unterschiedlich, allerdings sind organische Ursachen am häufigsten.

Die Inhibitoren der Phosphodiesterase vom Typ 5 (PDE-5), die seit 1996 eingesetzt werden, haben die Impotenz-Behandlung revolutioniert. Von vornherein wurden sie zur Behandlung der ischämischen Krankheit des Herzens entwickelt. Es stellte sich aber heraus, dass diese Präparate die Erektionsfähigkeit fördern, daher begann man sie gerade zu diesem Zweck einzusetzen. Der Wirkmechanismus der Inhibitoren der PDE-5 beruht auf der Hemmung der Hydrolyse des zyklischen Guanosimmonophosphates (cGMP), infolgedessen erhöht sich der cGMP-Spiegel und die cGMP-abhängige Proteinkinase mit der weiteren Phosphorylierung der Ionenkanäle wird aktiviert. Zur Folge verringert sich die Konzentration von Kalzium in den glattmuskulären Zellen der Blutgefäße, sodass sie entspannt werden. Die Inhibitoren der PDE-5 fördern die Entstehung einer Erektion unter der Wirkung des endogenen Stickstoffmonoxides (NO), das aus den Nervenendigungen und Endothelzellen freigesetzt wird, indem es die Synthese von cGMP fördert. Die Entspannung der glattmuskulären Zellen führt zur Erweiterung der Arterien und Sinusse der Schwellkörper, was die für die Erektion notwendige Zufuhr des arteriellen Blutes ermöglicht.

Levitra Patienteninformation

Levitra (Vardenafil) ist ein Inhibitor der PDE-5. Es ist wirksamer und selektiver als Sildenafil, es wird nach der oralen Einnahme schnell aufgenommen, seine Wirkung tritt bereits in 15 — 25 Minuten ein und dauert mindestens 8 — 12 Stunden an im Unterschied zu Viagra, dessen Wirkung ungefähr 4 Stunden andauert. Somit hängt der Patient vom Zeitpunkt der Einnahme von Levitra nicht ab, weil es eine lange Wirkdauer hat. Levitra kaufen kann man nicht nur zur Impotenz-Behandlung. Der pleiotrope Effekt von Levitra ermöglicht die Anwendung nicht nur bei der Impotenz-Behandlung, sondern auch bei der Therapie von anderen Erkrankungen. Leider gibt es wenig Daten über eine dauerhafte Anwendung von Levitra und anderen PDE-5-Inhibitoren und deren Wirkung auf verschiedene Organe und Systeme.

Levitra Anwendung: erektile Dysfunktion

Die Wirkung von Levitra auf die Erektionsfähigkeit ist ziemlich gut erforscht. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vardenafil in der realen klinischen Praxis wurden unter anderem in den internationalen Studien mit rund 74 Tausend männlichen Probanden aus 47 Ländern Europas, Asiens und Lateinamerikas bestätigt. Die Männer mit Erektionsstörungen unterschiedlichen Schweregrades litten an arteriellen Hypertonie (32%), Diabetes mellitus (22,1%), Lipidstörungen (14,6%) und Herzkreislauf-Erkrankungen (42,2%). Der Anteil der Patienten, die Vardenafil einnahmen, war ziemlich hoch, unabhängig vom Schweregrad der erektilen Dysfunktion.

97 Prozent der Patienten mit leichten Erektionsstörungen verzeichneten eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit, unter den Patienten mit mäßigen Erektionsstörungen waren es 96,2% und schweren Erektionsstörungen 85,5 Prozent. Die Erektionsfähigkeit verbesserte sich unter anderem bei jeder Begleitpathologie. Rund 90 Prozent der Patienten berichteten, dass sie zufrieden oder sehr zufrieden mit der Wirksamkeit von Vardenafil blieben, und hatten vor, mit der Anwendung von Levitra nach der Studie fortzusetzen. Diese Daten zeugen von der Wirksamkeit von Vardenafil bei der Impotenz-Behandlung unter realen Bedingungen. Es kann zudem als das Präparat der ersten Wahl in der Behandlung von Erektionsstörungen bei den Patienten mit der somatischen Pathologie verwendet werden.

Bei Patienten mit verschiedenen Formen der erektilen Dysfunktion sind kardiovaskuläre Risiken sehr verbreitet. Erektionsstörungen stehen im Zusammenhang mit vielen Erkrankungen, deren Ursache in den Blutgefäßen liegt. Der wichtige Mechanismus der erektilen Dysfunktion besteht meistens in einer nicht ausreichenden Durchblutung im Penis. Wegen eines engen Zusammenhanges mit Herzkreislauf-Erkrankungen ist es wichtig herauszufinden, ob Patienten mit Erektionsstörungen an kardiovaskulären Erkrankungen leiden können, darunter arterielle Hypertonie oder Ischämie des Myokards. Andererseits ist es notwendig zu prüfen, ob die Förderung der sexuellen Aktivitäten nicht kardiovaskuläre Risiken bei den Patienten steigert, die eine Impotenz-Behandlung benötigen. Zu beachten ist, dass viele Arzneimittel gegen Herzkreislauf-Erkrankungen die Erektionsfähigkeit bei Männern beeinträchtigen. Die Behandlung der arteriellen Hypertonie soll keinesfalls abgebrochen werden, weil sie an sich eine negative Wirkung auf die Sexualität ausüben kann. Daher soll eine alternative antihypertensive Medikation je nach individuellen Besonderheiten des Patienten und Nebenwirkungen auf die sexuelle Funktion verwendet werden. Vardenafil lässt sich gut mit einer antihypertensiven Therapie kombinieren und ist in aller Regel gut verträglich, auch bei der Senkung des arteriellen Blutdrucks bis 90/60 mmHg.

Levitra Anwendung: Kardiovaskuläre Erkrankungen

Vardenafil besitzt ein großes Potential, sodass seine Indikationen zur Anwendung verbreitet werden können. Die bereits vorhandenen Daten zeigen das therapeutische Potential von Vardenafil auf das Myokard, koronare und periphere Arterien, Entzündungsmechanismen, Thrombosen, Fibrosen etc. Somit kann der PDE-5-Inhibitor bei Patienten mit der Herzinsuffizienz oder der Ischämie des Herzens eingesetzt werden.

Ein starker kardioprotektiver Effekt von Vardenafil wurde in der Studie mit Hunden mit dem Myokardinfarkt gezeigt sowie während der Reperfusion unter Bedingungen der extrakorporalen Blutzirkulation. Die vorherige Verabreichung von Vardenafil führte zu einem deutlich höheren Spiegel von cGMP und den hohen Werten von Adenosintriphosphat beim Myokardinfarkt während der künstlichen Blutzirkulation, die linke und rechte Herzkammer wurden besser entlastet, d.h. die endotheliale Funktion des Myokards wurde deutlich verbessert. Der kardioprotektive Effekt des Präparates zeigt neue Therapiemöglichkeiten in der Kardiologie und der kardiovaskulären Chirurgie.

Levitra Anwendung: Dyslipidämie

Eine Dyslipidämie begleitet oft Erektionsstörungen. Darunter werden abweichende Konzentrationen an Triglyceriden und Cholesterin im Blut verstanden. Es gibt nur wenige Informationen, inwieweit eine Dyslipidämie die Therapie von Erektionsstörungen stört. In einer Studie wurde Vardenafil (zur Impotenz-Behandlung) innerhalb von 12 Wochen bei den Patienten mit dem metabolischen Syndrom (erhöhte Triglycerid- und Cholesterinwerte) verwendet. Einer Patientengruppe wurden Statine verabreicht. In der zweiten Gruppe gab es Männer mit den Störungen des Lipidspektrums, denen keine entsprechende Behandlung verordnet wurde. Levitra (Vardenafil) erwies sich als effektiv bei den Männern mit einer Dyslipidämie unabhängig von der Therapie mit Statinen.

Erektionsstörungen werden oft bei Diabetes diagnostiziert. Levitra verbesserte deutlich die Erektionsfähigkeit bei solchen Patienten. Die Ergebnisse der 8 randomisierten kontrollierten Studien, an denen insgesamt 976 Männer mit Diabetes teilgenommen hatten, bestätigten die Wirksamkeit und Sicherheit der Impotenz-Behandlung in diesen Fällen. Es gab keinen tödlichen Ausgang, unerwünschte kardiovaskuläre Effekte wurden nur in einer Studie beobachtet. Ziemlich selten wurden solche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Dyspepsie, Myalgie, Sehstörungen und Rückenschmerzen (in abnehmender Reihenfolge) festgestellt. Somit hat man jetzt überzeugende Beweise für die Sicherheit und Wirksamkeit von Levitra bei Diabetes.

Levitra Anwendung: Pulmonale Hypertonie

Dauereffekte von Vardenafil bei einer stabilen pulmonalen Hypertonie sind wenig erforscht. K. Aizawa und seine Kollegen beobachteten 5 Patienten, denen Vardenafil wegen pulmonaler Hypertonie verabreicht wurde. Ein Patient litt an der primären pulmonalen Hypertonie, zwei Patienten hatte eine Thromboembolie der kleinen Arterienäste in der Lungenarterie, ein Patient hatte das Eisenmenger-Syndrom und ein Patient litt an der sekundären pulmonalen Hypertonie. Nach der Verabreichung von 5 mg Vardenafil verringerten sich der Lungengefäßwiderstand sowie der systemische Gefäßwiderstand, gleichzeitig erhöhte sich der Herzauswurf. Die Einnahme der Erhaltungsdosis von Vardenafil (von 10 bis 15 mg) innerhalb von 3 Monaten reduzierte deutlich den systemischen Gefäßwiderstand sowie die Werte des natriuretischen Peptides Typ B im Blutplasma. Diese Studie bestätigte die Sicherheit und Wirksamkeit einer dauerhaften Anwendung von Levitra bei der pulmonalen Hypertonie.

Andere Levitra Anwendungsgebiete

Die gesammelten Daten zeigen, dass Vardenafil Anwendung bei den kardiovaskulären Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Hauterkrankungen sowie den Pathologien des Nervensystems findet. Das Präparat kann mit Erfolg bei vielen pathologischen Zuständen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Reynaud-Syndrom, Portale Hypertonie und Schlaganfall.

Zur Erforschung der Wirkung von Vardenafil auf kognitive, affektive und physiologische Seiten der Sexualfunktion von Frauen mit Sexualfunktionsstörungen wurde eine doppelte randomisierte Blindstudie mit der Placebo-Gruppe durchgeführt. Daran beteiligten sich 28 Patientinnen mit einer niedrigen sexuellen Empfindsamkeit. Die Kombination von Vardenafil mit Testosteron verbesserte alle Werte der Sexualfunktion. Somit kann solche Behandlung für Frauen optimal sein.

Die angeführten Beweise zeugen davon, dass pleiotrope Effekte von Vardenafil neue Behandlungsmöglichkeiten nicht nur von Erektionsstörungen anbieten, sondern auch von vielen somatischen Erkrankungen. Die Anwendung von Levitra in der Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen ist sicher, die Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erweitert Anwendungsgebiete dieses Präparates.

Geschichte von Levitra im Überblick

Vardenafil wurde vom Unternehmen Bayer entwickelt. Anfänglich wurde das Präparat zusammen von Bayer, GlaxoSmithKline und Schering Plough unter dem Handelsnamen Levitra vermarktet. Später übernahm das Unternehmen Bayer die Rechte für die Vermarktung von Levitra in vielen Ländern außerhalb der USA. Sowohl Bayer als auch GlaxoSmithKline vermarkten Vardenafil in Italien unter verschiedenen Handelsnamen: Levitra (Bayer) und Vivanza (GlaxoSmithKline).

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